Mittwoch, 16. Februar 2011

Von der City auf das Land – zum Wein(en)

Hello there. Obwohl ich eigentlich mit dem Gebrauch von Superlativen etwas vorsichtiger werden sollte um mich nicht länger Vorwürfen der Befangenheit, der verminderten Wahrnehmung, der “Schönfärberei” oder gar der Bestechlichkeit auszusetzen, so kann ich keine tatsächliche Besserung in Aussicht stellen. “Cape ist geil”. Gestern mussten wir wehmütig aus unserem Radisson ausziehen, sind aber vor dem Auszug nochmal auf die hoteleigene Hafenmauer (die den gleichen Vornamen trägt wie ein nicht näher benannter Kollege von AO dessen Nachname mit K anfängt und mit Z aufhört). Dort ein Abschieds-Shooting gemacht. Auch eine Panoramaserie mit der V&A Waterfront, dem Tafelbergmassiv, dem Green Point Stadion und auslaufend mit dem Radisson Hotel und dem Meer. Dank “Family and Friends” wieder ein sensationelles Schnäppchen ergattert. Auch keine Neuigkeiten zum Wetter. Sunny, no clouds and nice temperatures. Wären wir nicht so grundpositive Menschen, so hätten wir eine Packung Tempos in ein Meer von Tränen getaucht. Aber, don’t look back. ;-)
Und der neue Tag versprach auch neue (und ihr werdet es ahnen superlativ-verdächtige) Erlebnisse und Eindrücke. Wartete doch das Wineland auf uns und wie wir alle auch aus Deutschland wissen ist es in der Stadt interessant und wunderschön, doch hat Gott die Erde letztlich auf dem Land geküsst. ;-)
Zuerst jedoch nochmal eine Stippvisite in die Nachbarschaft gemacht. Das Green Point Stadion musste noch erkundet werden. Das war ich der Fussballnation und meinem ehrvollen Namen schuldig. Da Sandra gut und ausgiebig frühgestückt hatte, drohte auch von “links” (… ich bin hier ja rechtsgesteuert) keine Gefahr. Ich sprach ihr und ihrem Tele gut zu und war erfolgreich. Leider bin ich dann aber an der zweiten Hürde gescheitert. Das Stadion wird gerade umgebaut und wir durften deshalb nicht in den Innenbereich. Engelszungen und sensationelle Geschichten nutzten alles nichts. Um mich nicht ganz der Lächerlichkeit preiszugeben brach ich das Verhandeln noch zur rechten Zeit auf. Die Ordner waren alle sehr freundlich, aber genauso bestimmt und konsequent wie es wohl auch woanders wäre. Dank Tele und Sandra bleiben dann eben lediglich die extra-terrestrischen Impressionen. Auch wenn ich mich frage welch größeren Umbauarbeiten in einem neu fertiggestellten Stadion denn anstehen können, so muss ich an dieser Stelle auf jeden Fall einmal ein riesen Kompliment für die Infrastruktur des Landes machen. Das Straßennetz ist in einem perfektem Zustand. Nicht nur in Kapstadt selbst, sondern auch auf dem Weg zum Kap und zurück. Von solchen Bedingungen träumen Autofahrer weltweit. Wir leben den Traum. ;-)
Der letzte Stop in Kapstadt war im legendären Mount Nelson Hotel angesagt. Der Reiseführer erklärt  das berühmte und einzigartige Kuchenbuffet zum High Tea dort zu einem unverzichtbaren Must. Wir genossen im Garten alkoholfreie Cocktails und fühlten uns wie in einem von der Kolonialzeit geprägtem Hotel in Indien. Nun waren das Tele, der A3, Sandra und ich bereit für den nächste Etappe unserer Tour de Afrika. Das Navi war schon in Deutschland vorprogrammiert und befahl uns nun seiner Wege Richtung Stellenbosch/Frankshoek. Heading for Allée Bleue. Der Tankwart kurz vor dem Ziel erklärte mir, dass er sofort gesehen habe, dass ich nicht von hier wäre, da ich so freundlich und gesprächig wäre. Ich erkläre ihm, wenn er zu mir aufs Dorf käme würde ich auch sofort sehen, dass er nicht von dort käme. Er erzählt mir mehr. Die von Alée Bleue kämen auch aus Deutschland und heute ist BMW da mit einem Motorrad Event. So war’s dann auch. Die nette Dame aus dem Marketing (dieses Mal aus dem von BMW) eröffnete uns, ob es nicht möglich wäre unseren Audi etwas weiter weg zu parken, da die Fahrer der Tour jeden Moment kommen würden. Und bei Audi und BMW denken diese BMW Bayern wohl nur bedingt bayrisch. “Mia samma mia” hat hier keine Gültigkeit. Ich fahre den Wagen weg kann mir aber bei unserer Abfahrt 3 Stunden später (bis dahin war noch kein Motorrad gesichtet) eine süffisante Bemerkung nicht verkneifen. Ich sage, dass sich die Fahrer anscheinend verfahren hätten oder die BMW Motorräder wohl langsamer als erwartet wären. Das missfällt einem Herren im 650 CSI zwar etwas, aber es musste raus, wollte uns die Dame zuerst doch wegen der Dringlichkeit nicht mal die Koffer ausladen lassen. Unser Kendall Cottage jedenfalls war und ist super. Schön geräumig. Zwei Schlafzimmer, zwei Bäder, Terrasse, eigener Vorgarten. Und alles schön blau, was (jedoch nur ob der Farbe) bei Sourcing bedingungslose, bei Marketing nur eingeschränkte Zuneigung findet. Eine Runde das Flair inhaliert, Fotos geschossen, das WLAN in Betrieb genommen und mal beiläufig die Alarmanlage ausgelöst. Ich dachte mit der Fernbedienung die Klima im Schlafzimmer einzuschalten, aber das Getöse ließ keine weiteren Zweifel aufkommen. Wir alten Feuerwehrler jedoch wissen, wie wichtig Übungen und Probealarme für einen effizienten Schutz sind.
In Stellenbosch dachten wir an Australien und an zu Hause. Ein absolut beschauliches Städtchen mit Alleen und Gässchen. Super Flair und sehr freundliche Menschen. Insgesamt aber eher weniger Schwarze. Das Städtchen wurde von französischen Hugenotten errichtet.  Kaffee dort genossen, eingekauft und auf dem Heimweg Sandras mörderischen Hunger gestoppt. Ich sag nur lecker, sie wollte sich alle Details merken. Für den Blog. Also für uns zur Erinnerung und für euch zum Miterleben. Lassen wir uns überraschen.
Zu hause mal eine Flasche Wein geöffnet und dann – nach Mitternacht hier – auch meine Geburtstagsgeschenke. Habe mich gefühlt wie am Geburtstag, auch wenn die eine anwesende Schenkerin immer von “Bescherung” sprach. Besonders geht hier den Dank nach Deutschland, in die heimatliche Heimat. Hat nur einen Haken. Diese Geschenke sind wie Afrika selbst. Superlative und diese kann man bekanntlich nicht steigern. Mülle® Grazie!
Unter Sternenhimmel auf der Terrasse noch gesessen, geredet und die Wahrheit des Weines verinnerlicht. Auch ohne Drehbuch, eine Sensa-Sache. Ich bin zufrieden und freue mich am Moment, auf die nächsten Tage und auf den sensationellen Rest.
Dös wir subba!

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- das Green Point Stadion:
Nur angucken – nicht reingehen!
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Gerd und die Black Beauties beim Chat
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Unser Wohnzimmer
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Wineland am Abend
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Das Mein-Bild!
”Mein” Koffer – “mein” Schlafzimmer
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Der “Steppenwolf” ist 50 und lebt!
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Die Arbeit von Tele&Sandra (aus dem Auto)
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Geburtstag unter dem Eiffelturm!
- wie schon immer geplant -
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Sunset – Abendliche Röte
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Frühstück auf der Terrasse  - heute morgen

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Lieber Gerd,

wir wünschen dir nur das allerbeste zu deinem Einstieg ins Seniorenalter. Aber dank deinens sonnigen Gemüts geht das sicherlich vollkommen spurlos an dir vorüber.

Aber jetzt zum wichtigsten Teil: Wir wünschen dir beste Gesundheit, dass Du auch an deinen nächsten runden Geburtstagen tolle Reisen unternehmen kannst.

Liebe Grüße,
Birgit und Michael

Anonym hat gesagt…

servus "Alter Mann" :-)
alles liebe und gute zu deinem 50. Wir sehn schon, da kann man es aushalten. Aber trotzdem freun wir uns auf des Fest unterm Kastanienbaum :-))
also feier noch schön und lass es dir gut gehn.
Günter und Andrea